Mikrofaser ist eine extrem feine synthetische Faser, die dünner ist als ein einzelnes Filament (sogar etwa ein Fünftel des Durchmessers eines menschlichen Haares). Eine Mikrofaser muss feiner als ein Filament sein. Ihre Eigenschaften können je nach verwendeten Rohfasern variieren. Im Vergleich zu natürlichen Gewebematerialien bietet sie zahlreiche Vorteile und gilt als äußerst leistungsfähiger Stoff.
Das am häufigsten verwendete synthetische Material zur Herstellung von Mikrofaser ist Polyester. Es gibt jedoch auch Varianten aus Nylon bzw. Polyamid. Obwohl diese Stoffe auf den ersten Blick nicht besonders umweltfreundlich erscheinen, ist hervorzuheben, dass bei der Herstellung von Polyester-Mikrofasern keinerlei Pestizide eingesetzt werden.
Hersteller variieren und kombinieren unterschiedliche Fasertypen, Größen, Längen und Faserformen, um spezifische Eigenschaften zu erzielen. Je nach Konstruktion kann der Stoff beispielsweise besonders saugfähig oder besonders weich gemacht werden.
Mikrofaserstoffe wurden erstmals in den 1970er Jahren in Japan entwickelt, um leichte und elegante Badebekleidung herzustellen. Dieser Versuch scheiterte jedoch, da die Stoffe Wasser stark aufnahmen und dadurch sehr schwer wurden. In den 1980er Jahren wurden Mikrofasern in Europa weiterentwickelt und erfolgreich als Reinigungsprodukt vermarktet.
Einsatzbereiche von Mikrofaserstoffen
Einer der häufigsten Einsatzbereiche von Mikrofaser ist die Herstellung von Reinigungsprodukten. Besonders Mikrofasertücher und Mopps sind weit verbreitet. Ein Mikrofasertuch kann das bis zu Siebenfache seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen – eine entscheidende Eigenschaft. Zudem ist die Fähigkeit, Bakterien von verschmutzten Oberflächen aufzunehmen, ein wesentlicher Grund für ihre Beliebtheit.
Während des Herstellungsprozesses werden die Fasern gespalten, wodurch sie besonders effektiv Schmutz aufnehmen und festhalten können. Mikrofasern können zudem Bakterien und Viren von vielen Oberflächen anziehen und einschließen. Da Krankheitserreger organische Stoffe bevorzugen, ermöglicht die synthetische Struktur von Mikrofasern, diese effektiv einzufangen und zu entfernen. Dadurch wird das Risiko der Verbreitung von Keimen in Küchen, Krankenhäusern und anderen Einsatzbereichen deutlich reduziert.
Dank ihrer hohen Feuchtigkeitsaufnahme ist Mikrofaser auch in der Sportbekleidung sehr beliebt. Der Stoff transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg und sorgt dafür, dass der Träger trotz Schwitzen kühl und trocken bleibt.
Mikrofaserstoffe für Bekleidung und Möbel unterscheiden sich von Reinigungsmikrofasern. Sie sind weicher und komfortabler, jedoch weniger saugfähig. Für Jacken und Röcke werden auch festere Varianten hergestellt. Darüber hinaus werden mikrofaserbasierte Stoffe entwickelt, die Leder ähneln. Wildleder- und Lederimitate sind besonders im Möbelbereich sehr gefragt.
Eigenschaften von Mikrofaserstoffen
Wie jedes Material hat auch Mikrofaser sowohl Vorteile als auch Nachteile. Ihre Flexibilität macht sie jedoch zu einem äußerst vielseitigen Material, das an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden kann.
Vorteile:
- Strapazierfähig
- Weiche Struktur
- Leicht
- Wasserabweisend
- Hohe Saugfähigkeit
- Langlebig bei richtiger Anwendung
Nachteile:
- Höhere Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Polyesterstoffen
Material
Hochwertiger, langlebiger und wasserabweisender Stoff aus 100 % Mikrofaser (lokale Produktion).
Pflegehinweise
Für die Maschinenwäsche im Schonwaschgang geeignet. Kann bei niedriger Temperatur im Trockner getrocknet werden.
Zertifikate
Die in unseren Produkten verwendeten Textilfarbstoffe entsprechen dem internationalen OEKO-TEX® Standard 100.
Dieses unabhängige Prüf- und Zertifizierungssystem deckt alle Produktionsstufen von Textilien ab – von der Rohware bis zum Endprodukt.
Da unsere Produkte nach den Standards von OEKO-TEX® Standard 100 zertifiziert sind, enthalten sie keine gesundheitsschädlichen Chemikalien für Mensch oder Tier und sind frei von krebserregenden Substanzen.





